Kategorie: Köge

Beltringharder Koog

Der nördlich des Dammes nach Nordstrand gelegene Beltringharder Koog ist mit einer Fläche von 34 Quadratkilometern das größte Naturschutzgebiet auf dem schleswig-holsteinischen Festland.
Er wurde 1987 eingedeicht, um die Küstenlinie zu begradigen und so das Hinterland vor Sturmfluten zu schützen. Zwar ging auch bei dieser Eindeichung viel ökologisch wertvoller Lebensraum verloren, doch erstmals diente die eingedeichte Fläche ausschließlich den Zwecken des Naturschutzes. 1991 wurde der gesamte Koog als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Blick über den Beltringharder Koog

Durch ein effizientes Biotop-Management wurden unterschiedliche Lebensräume geschaffen. Im Norden und Osten befinden sich feuchte Grünlandflächen und der Lüttmoorsee, in der Mitte eine von den Gezeiten beeinflusste Salzwasserlagune, im Süden ein Süßwasserbereich und Sukzessionsflächen. Vier Hütten bieten ausgezeichnete Beobachtungsmöglichkeiten – zwei am Lüttmoordamm, eine mit Blick auf die Salzwasserlagune und die vierte mit Blick auf einen kleinen See
Betreut wird das Gebiet durch die Arbeitsgemeinschaft Naturschutz im Beltringharder Koog (AGNB), einem Zusammenschluss aus den vier Verbänden NABU, BUND, Schutzgemeinschaft Wattenmeer und dem WWF.
Ein Nationalpark-Infozentrum befindet sich in der Integrierte Station Westküste an der Badestelle Lüttmoorsiel. Es werden Führungen angeboten.

Speicherkoog Dithmarschen

Ziemlich genau in der Mitte zwischen den Urlaubsorten Büsum und Friedrichskoog liegt der Speicherkoog Dithmarschen. Er entstand 1978 als Maßnahme zur Verbesserung des Küstenschutzes und der Entwässerung des Hinterlandes. Ein Teil des durch die Eindeichung gewonnenen Landes wurde zur landwirtschaftlichen Nutzung ausgewiesen, weitere Areale blieben der Naherholung vorbehalten (Badestellen, Marina, Golfplatz, Surf-See).

Morgenstimmung im Speicherkoog Dithmarschen.

Da durch die Eindeichung ökologisch wertvolle Salzwiesen und Wattflächen unwiderruflich verloren gingen, wurden im Koog weiträumige Ausgleichsflächen für den Naturschutz geschaffen. Darunter zwei Naturschutzgebiete: das NSG Wöhrdener Loch im Nordteil und das NSG Kronenloch im Süden.
Im gesamten Speicherkoog bieten sich das ganze Jahr über gute Beobachtungsmöglichkeiten. Von den durch den Speicherkoog führenden Straßen lassen sich die Flächen gut einsehen. Auch von der erhöhten Warte des Seedeichs bieten sich gute Einblicke in die beiden Naturschutzgebiete.
Während des Vogelzuges sind hier immer wieder Raritäten anzutreffen. So zum Beispiel Odinshühnchen und Kampfläufer, die im Mai bereits mit ihrer spektakulären Balz beginnen. Im Sommer 2019 war sogar ein Rosa-Pelikan mehrere Wochen lang zu beobachten.
Im Wattwurm, dem von der Schutzstation Wattenmeer betriebenen Informationszentrum, können sich die Besucher über den Nationalpark Wattenmeer und den Speicherkoog informieren. Es werden auch geführte Exkursionen angeboten. Unmittelbar neben dem Informationszentrum beginnt ein etwa 500 Meter langer Bohlenweg, ein barrierefreier Lehrpfad, auf dem viel über die Natur des Speicherkoogs zu erfahren ist.